Eröffnung der AWO-Kindertagesstätte

Neue AWO-Kindertagesstätte ein Schmuckstück für Frankenholz –
Eröffnung mit zahlreichen Gästen

 

SchlüsselübergabeDie Arbeiterwohlfahrt Saar hält ein umfassendes Angebot von vorschulischen Einrichtungen landesweit vor. In 24 Tageseinrichtungen, ob Kinderkrippen, Kindergärten oder Horte für Schulkinder, werden an 20 Standorten insgesamt ca. 1200 Kinder im Alter von acht Wochen bis zwölf Jahren betreut. Alle Einrichtungen bieten dabei flexible Öffnungszeiten an. Damit wird ein wichtiger Beitrag für die Vereinbarkeit von Familie und Berufwelt und den Kindern eine gute Chance für ihren weiteren Lebensweg geboten. Der Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag, der im Kinder- und Jugendhilfegesetz verankert ist, bildet die Grundlage der pädagogischen Arbeit.

Dem Motto „Kinder sind unsere Zukunft“ entsprechend,  eröffnete die Arbeiterwohlfahrt nun am Freitag, 21. Juni 2013, offiziell eine neue Kindertagesstätte in Frankenholz. Im ehemaligen Pfarrgarten im „Hintergrund“ der Pfarrkirche St. Josef ist eine attraktive Einrichtung entstanden, welche nun in das Ensemble „Kultus, Kultur, Bildung, Sport“, gemeinsam mit Kirche, Schillerschule und Bürgerzentrum, eingebunden ist. „Große tolle Räume, supertolle Möbel, alles ist jetzt für uns da – einen Kindergarten haben wir heute, der ist ne supertolle Pracht – hier ist alles schick und fein, hier werden wir glücklich und geborgen sein“, so stellten die Kinder in einem Lied ihre neue „Heimat“ vor. Die „unendliche Geschichte“ in Frankenholz, der Neubau und die Zusammenführung der beiden Kindergärten, unter vorheriger Trägerschaft des St. Elisabethen-Vereins sowie der Stadt Bexbach, ist jetzt endlich „zu Ende geschrieben“.

Die Kinder„Mit dem Neubau wurde ein Schmuckstück im Stadtteil Frankenholz geschaffen“, so der AWO-Landesvorsitzende Marcel Dubois bei der Begrüßung auf dem Festplatz zwischen Kirche und Bürgerzentrum. Hier werden zukünftig 20 Krippenplätze, 25 Kindergartenplätze und bis zu 50 KiTa-Plätze für Kinder im Alter bis zu 3 Jahren und von 3 bis 6 Jahre, also für insgesamt bis zu 95 Kinder zu familienfreundlichen Öffnungszeiten  bereitgestellt. Einmal das Raumkonzept, das sich in der Einrichtung widerspiegelt, sowie die 13 Mitarbeiterinnen und die Leiterin Anja Krämer im Team mit ihrer pädagogischen Arbeit, tragen dazu bei, den Kindern die bestmögliche Entwicklung zu bieten.  Die Baukosten von rd. 2 Mio Euro werden vom Land, dem Saarpfalz-Kreis sowie der Stadt Bexbach getragen. Ein herzliches Dankeschön des Landesvorsitzenden ging deshalb an die „Geldgeber“, aber auch an die Architekten und Fachkräfte aus den Handwerksbetrieben: „Gemeinsam haben sie aus den Plänen eine wunderschöne Kindertagesstätte auf ein solides Fundament gestellt.“ 

Die GästeDie Freude über das gute Gelingen war bei allen Gästen der Veranstaltung zu spüren. Landrat Lindemann, der sich sehr für diese Einrichtung in Frankenholz eingesetzt hatte, brachte es auf den Punkt: „Wir haben lange daran gebastelt und es ist schön geworden.“ Mit einem Dank an Pfarrer Münck und die kath. Kirchengemeinde, welche ja den Bau mit dem Verkauf des Bauplatzes an dieser Stelle ermöglicht hat, wies der Landrat auch auf die herrliche Lage und tolle Aussicht hin: „Den Ausblick schenkt der Himmel“.  

Ein Lob für die tolle Einrichtung kam auch von Dr. Eva Backes-Miller, Abteilungsleiterin beim Bildungsministerium und in Vertretung des Ministers anwesend. Anlehnend an einen Sinnspruch von Goethe wünschte sie, dass den Kindern „Wurzeln und Flügel“ auf ihren Lebensweg mitgegeben werden.

Bürgermeister Thomas Leis ging nur kurz auf die viel beredete „schwere Geburt“, aber auf das finanzielle Engagement der Stadt Bexbach ein, das sich mit dem Bauplatzankauf auf rd. 1 Mio Euro beläuft. Ein herzliches Dankeschön sprach er auch den Erzieherinnen aus, die  einen „Arbeitgeberwechsel“ von der Stadt bzw. dem St. Elisabethen-Verein zur AWO mitge- macht haben. Als „sichtbares Zeichen“ des Dankes überreiche er als „Abschiedsgeschenk“ eine multifunktionale Stereoanlage.

Gewerbeverein bei der ÜbergabeEine Überraschung hatten Vertreter des Gewerbevereins Frankenholz parat. Vor Jahren schon wurde die Vereinsarbeit aufgegeben mit dem Beschluss, das noch vorhandene „Vereinsvermögen“ einem neuen Kindergarten in Frankenholz zur Verfügung zu stellen. Nun konnte dieser Beschluss endlich vollzogen werden und so überreichten Peter Breit, Mira Kopp und Johann Hahn der KiTa-Leiterin Anja Krämer einen Scheck in Höhe von 1.000 €, welcher natürlich mit Freude angenommen wurde.

Natürlich gehörte auch die symbolische „Schlüsselübergabe“ zur Eröffnung des neuen Hauses. Diese erfolgte durch die Architektin und Bauleiterin Julia Sauer, der guten Seele des Bauwerks, an Anja Krämer.

Die Eröffnungsfeier auf dem Festplatz wurde abgerundet durch Lieddarbietungen der Kindergartenkinder, der Da-Capo-Kids  und der „Chorgemeinschaft Gemischter Chor „Liederkranz“ und Kath. Kirchenchor“, beide unter der Leitung von Pia Maria Herrmann. Doch leider hatten sich zu diesem Zeitpunkt fast alle „Offizielle“ schon zur Besichtigung des neuen Bauwerks begeben. Unter den Gästen befanden sich u.a. auch der Bundestagsabgeordnete Alexander Funk (CDU), Bundestagskandidat David Lindemann (SPD), Landratskandidat Theophil  Gallo (SPD), Pfarrer Andreas Münck, Paul Quirin (ehem. AWO- Landesvorsitzender) und Mitglieder des AWO-Vorstandes, Peter Barrois, Direktor der Jugendhilfe der AWO, der mit viel Engagement für Bwgruessungdas Projekt in Frankenholz gearbeitet hat, Bürgermeister a.D. Heinz Müller, Ortsvorsteher Rudi Müller, Mitglieder des Stadt- und Ortsrates, Schulleiter Wolfgang Jochum, Vertreter der Feuerwehr und der Vereine sowie natürlich zahlreiche Eltern, Omas und Opas der Kinder. Sie nutzten natürlich die Möglichkeit den neuen Kindergarten und seine hellen und freundlichen Räumlichkeiten zu besuchen und im großen Mehrzweckraum bei Kaffee und Kuchen die tolle Aussicht zu genießen. Für die Kinder, seit 10. Juni schon in ihrem neuen „Reich“, gab es verschiedene Aktivitäten. Kinderschminken, eine Hüpfburg, ein Luftballonwettbewerb und Vorführungen eines Zauberers wurden rege in Anspruch genommen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, wobei den „hilfreichen Geistern“ auch aus der Elternschaft ein herzliches Dankeschön gilt.

Erwähnt werden sollte vor allem noch die Gratulation des Elisabethenvereins und der Pfarrei St. Josef durch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Edelgard Lapré und den stellv. Vorsitzenden des Vereins, Manfred Lapré. Sie überreichten als Geschenk einen Baum zur Ein- weihung des neuen Kindergartens mit den Worten: „ Er steht als Symbol für unsere beiden Kindergärten. Eine Pflanze aus 2 Wurzeln, dem kath. Kindergarten St. Elisabeth und dem städt. Kindergarten. Sein Stamm ist Sinnbild des Zusammenschlusses beider Einrichtungen zum neuen AWO-Kindergarten im ehemaligen Pfarrgarten. Seine Krone und die Blätter stehen als Symbol für das Wachsen  und die Stabilität des neuen Kindergartens. Die Früchte des Baumes sollen als Ausblick und Hoffnung auf eine gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit zwischen unserer Pfarrei und dem AWO-Kindergarten stehen. Möge dieser Baum wachsen und stark werden.“ Seinen Platz soll er auf dem noch in Arbeit befindlichen Außengelände finden.

Bei Kaffee und KuchenAuf jeden Fall war der Tag der offiziellen Eröffnung der neuen Kindertagesstätte ein Tag der Freude für alle, für die Kinder, die Eltern und für die gesamte Gemeinde. Mögen die Kinder in dieser neuen  Einrichtung, wie es der AWO-Landesvorsitzende Dubois aussprach, immer Platz für Phantasie und Kreativität finden. Möge die Einrichtung eine „Arche Noah für eine schöne Kindheit“ sein.  

Bericht von Manfred Barth

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