Vereinsgeschichte

Logo MGV LiederkranzMGV “Liederkranz”
1896 e.V. Frankenholz 

Mitglied im
Saarländischen Chorverband e.V.

 




Kurzgeschichte:

Gründungsdatum des Vereins:
10. Oktober 1896 (lt. Eintragung im Kassenbuch)

Gegründet wurde der MGV im Jahre 1896, in der Zeit der stürmischen Entwicklung der Grube(Abteufung von Schacht I im Jahre 1879)  sowie der Infrastruktur des Dorfes Frankenholz. Laut Vereinschronik waren es Rudolf Omlor, Jakob Gaffga, Franz Spohn, Johann Ohlmann, Eduard Müller, Reinhard Omlor, Johann Barth, Nikolaus Ludes, Johann Probst, Johann Eisele, August Ruffing, Johann Huwer, durchweg Bergleute, die nebenbei noch etwas Landwirtschaft betrieben, die sich 1896 zu einem Verein zusammenschlossen, um sich dem Chorgesang zu widmen.

Ölbild Grube Frankenholz

Aus dem "Bergmannsstand geboren" kann deshalb die Gründung des Gesangvereins bezeichnet werden.  Die Gründung des MGV “Liederkranz” in der aufstrebenden Bergmannsgemeinde trug auch wesentlich zur Integration der aus vielen Regionen Deutschlands gekommenen Bevölkerung bei.

Im Jahre 1935 erfolgte die Eingliederung des ebenfalls in Frankenholz bestehenden Gesangvereins “ Edelweiß” in den Verein. 

Nachdem sich schon 1958 die Schließung der Grube St.Barbara, zu der ab 1954  auch die Grube Frankenholz gehörte, abzeichnete und die „Verlegung“ der als Bergleute tätigen aktiven Sänger auf andere entfernte Gruben unabdingbar war, sollte ein „Ersatz“ für das sogenannte „Beerdigungssingen“ anlässlich der Bestattungen aktiver und passiver Mitglieder geschaffen werden. Der Vereinsausschuss beschäftigte sich mit der Frage und beschloss einstimmig einen gemischten Chor „ins Leben“ zu rufen. „Wegen Beerdigungssingen ist dies dringend erforderlich, da unsere aktiven Sänger alle auf andere Gruben verlegt wurden und somit nicht mehr an Beerdigungen teilnehmen können und andererseits um unseren Mitgliederbestand zu erhalten“ , war der Tenor der Beschlussfassung des Ausschusses am 9. Februar 1959. So kam es wie im Jahre 1896, nur in umgekehrter Form. War damals die aufstrebende Grube Ausgangspunkt für das Werden des Männerchores, so war es nun im Jahre 1959 die Stilllegung des  Bergwerks, die Auslöser für die Gründung des gemischten Chores wurde. Allerdings war er, wie schon erwähnt, zunächst als „Beerdigungschor“ und quasi als „Notlösung“ gedacht.  Aber aus einer Notlösung wurde schon oft eine Erfolgsgeschichte.

Im April 1996 feierte der MGV “Liederkranz” Frankenholz, seinen 100. Geburtstag. Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung der “Zelter-Plakette” in Anerkennung der Verdienste um die Pflege der Chormusik  und des Deutschen Volksliedes. In den Festansprachen wurde der Jubelverein als hochwertiger Träger kulturellen Lebens und als eine besondere Pflegestätte des Chorgesangs gewürdigt. Im Oktober 2009  stand für den MGV ein weiteres wichtiges Ereignis auf dem Programm, und zwar der 50. Geburtstag des “Gemischten Chores”. Als ein weiteres “Standbein” des Vereins ist er ebenfalls zu einem  Träger des kulturellen Lebens in der Gemeinde geworden.

Den “Lebensweg” des MGV hat ein Stück Zeitgeschichte des Höcherbergortes Frankenholz, zwei Weltkriege, das Ende der Bergbaugeschichte in unserer Region  und den Strukturwandel von einer Industriegemeinde in eine Wohngemeinde begleitet. Eine so lange Zeit zu überdauern – mit allen Höhen und Tiefen – wäre ohne ein erfolgreiches Arbeiten und gemeinschaftliches Zusammenwirken auf vielen Ebenen kaum denkbar gewesen. Die Aktivitäten in der Dorfgemeinschaft können sich sehen lassen, der Verein ist anerkannt und eigentlich bei den Veranstaltungen nicht wegzudenken. Wie landauf und landab hat aber auch der MGV “Liederkranz” in beiden Chören Nachwuchsprobleme. Es bleibt zu hoffen, dass eine Lösung gefunden wird welche die Sangesgemeinschaft in Frankenholz befähigt, auch in der Zukunft aktiv singen und musizieren zu können.

Leider musste im Jahre 2008 der Männerchor in „Teilzeit“ gehen, die Sängerzahl ging immer mehr zurück. Doch trifft man sich auch weiterhin alle 4 Wochen zum gemeinsamen Gesang. Das Auftreten des Chores wird von Fall zu Fall entschieden.

In den nun über 115 Jahren waren Männer und auch Frauen in der Vorstandschaft sowie am Dirigentenpult mit Engagement bei der Sache, um dem Wohle des Vereins zu dienen. Stellvertretend für alle sollten die Vorsitzenden aber auch Dirigenten besonders herausgestellt werden.

Peter Samson (1896 - 1908); Karl Sutter (1908 - 1920), Andreas Quack (1920 -1921); Fritz Klein (1921 - 1928); Jakob Omlor (1928 - 1929); Fritz Huwer (1929 - 1931); Peter Müller (1932 - 1936); Rudolf Dietrich (1936 - 1940); Andreas Omlor (1940- 1942); Heinrich Ruffing (1942-1943); Ludwig Hans (1943-1945); Alwin Ruffing (1947-1950); Alfred Sußmann (1950); Lehrer Oswald (1951); Alwin Ruffing (1951-1961); Werner Weis (1961-1967); Helmut Berger (1967 - 1970); Hugo Schug (1970-1972); Helmut Berger (1972-1976); Marianne Schulte (1977-1979); Karl-Theo Schmitt (1979 - 1987); Marianne Schulte (1987-1988); Karl-Theo Schmitt (1988-1992); Werner Hemm (1992-1993); Marianne Schulte (1993-1994) Josef Berger (1994 - 1999) Helmut Berger (1999 – 2003), Helene Guth (2003 – 2005) und Rudi Müller (2005 bis 2008), Helene Guth (ab 2008 bis 2012), Johanna Müller (ab 2012). 

Lehrer Gaffga ( 1896 – 97) Herr Andreas (bis 1899), Herr Leibrock (bis 1901), Herr Gruwer (1901), Herr Jost (1901-1904), Herr Leibenguth (bis 1905), Lehrer Leibel (bis 1906),Herr Jost (bis 1907), Herr Köhler (bis 1922), Herr Leibel (1922), Herr Köhler (1922-1923), Herr Leibel (1923-1937)  Herr Joas (bis 1941), Herr Mohrbacher (bis 1946), Herr Joas (bis 1951), Frau Luise Quack (bis 1963), Roman Fernes (bis 1967), Toni Corbe (bis 1973)  und seit 1973 Roman Fernes (bis 1991 beide Chöre, danach noch Männerchor) und seit 1991 Isolde Fernes-Blatt (Gemischter Chor), die im Jahre 2000 auch den Männerchor übernahm und damit ihren Vater Roman „beerbte“. Roman Fernes ist Ehrenchorleiter. 


Zusammengestellt von Manfred Barth

 

Zusätzliche Informationen